Noch ein wenig mehr über mich!

Woher kommt meine Philosophie?

Bevor ich Dir mehr über meine Unterrichtsphilosophie erzähle, möchte ich Dir ein wenig über mich privat erzählen, damit Du verstehst woher meine Einstellung und meine Überzeugungen kommen.

Als ich 6 Jahre alt war, habe ich im Fernsehen einen Hip-Hop Beitrag gesehen, der mich sehr lange Zeit nicht losließ und in mir das Feuer fürs Tanzen entfacht hat. Im Alter von ca. 12-14 - ich weiß nicht mehr wann genau - habe ich das Meditieren angefangen und mach es bis heute meist jeden Tag. Das Meditieren war der Auslöser dafür, dass ich angefangen habe, mich sehr stark mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität, Körperwahrnehmung, Körperbewusstsein, Körperkontrolle, Gefühlswahrnehmung, innere so wie äußere Aufmerksamkeit, Gedankenwahrnehmung und deren Einfluss auf uns selbst auseinanderzusetzen und mich damit zu beschäftigen.

Dadurch wurden die Grundsteine für meine Überzeugungen und meinen Weg als Lehrer gelegt.

Als ich dann mit 18 - also relativ spät - das Tanzen angefangen habe, wusste ich noch nicht, dass ich das auch irgendwann selbst unterrichten würde. Zu dieser Zeit hatte ich einen Lehrer, der mir gezeigt hat, dass Tanzen nicht nur irgendwelche Bewegungen sind, die man lernt, sondern, dass Tanzen in der Lage ist, ein unglaublich gutes Gefühl zu vermitteln und daraus wahre Leidenschaft werden kann.
Genau das ist bei mir passiert. Ich habe eine Leidenschaft dafür entwickelt, die so groß wurde, dass ich mein Studium geschmissen habe und ohne einen Schritt Standard oder Latein zu können, die Tanzlehrer-Ausbildung machen wollte. Das hat aber dann nicht so geklappt. Ich habe 1 Jahr ein Praktikum in einer Tanzschule gemacht, mir hier die Basis der einzelnen Tänze angeeignet und dann mit der 3-jährigen Ausbildung begonnen.

In meinem letzten Ausbildungsjahr wechselte ich in eine andere Tanzschule, um meine Ausbildung zu beenden. Wie es das Schicksal wollte, traf ich hier auf eine Lehrerin, die ein anderes Feuer, eine andere Leidenschaft in mir entfacht hat. Und zwar die Leidenschaft am Unterrichten, an Bewegungen und wie diese Funktionieren, wie sie ausgelöst werden, welche anderen Körperteile dadurch beeinflusst werden und was noch alles dazu gehört. Es ist auf jeden Fall ein riesiges Gebiet und für mich ein wahnsinnig spannendes Thema.

Um jetzt den Kreis zum Anfang zu schließen: alle Themen, die das Meditieren in mir ausgelöst hat, haben sich natürlich auch über diese Zeit weiterentwickelt und haben einen großen Einfluss auf meine Unterrichtsphilosophie genommen.

Meine Unterrichtsphilosophie

Es gab irgendwann den Zeitpunkt in meiner Tanzlehrer Laufbahn, da stand ich immer wieder in einem Kurs oder am Rand einer Tanzparty und war mit dem, was ich gesehen habe nicht zufrieden. Ungefähr 90% von den Tänzern und Tanzpaaren, die dort tanzten, haben mir nicht gefallen. Es sah alles eckig aus. Es wurde am Partner gezogen und gezerrt und leichte Bewegungen waren nur seltenst zu sehen. Kurz gesagt, die wenigsten können und konnten sich wirklich bewegen und zu diesem Zeitpunkt habe ich beschlossen: „NEIN, ich will nicht, dass meine Schüler so beim Tanzen aussehen! Ich möchte, dass sich meine Schüler bewegen können!

Was ist mir in meinem Unterricht wichtig? Hier ein paar Stichpunkte!

Mir ist es wichtig, dass Du...

lernst, Dich zu bewegen und ein gutes Gefühl für Deinen Körper bekommst
beim Lernen auch Spaß hast, denn Spaß ist aus meiner Sicht ein unglaublich wichtiger Faktor, um voran zu kommen!
verstehst, dass man Bewegungs- und Körpergefühl nicht von heute auf morgen bekommt, sondern dass es Zeit und Übung braucht bis man es hat.
Bewegungsabläufe richtig lernst und ausführst. Lieber langsam als schnell. Gewohnheiten wieder raus zu bekommen dauert wesentlich länger als sich anfangs Zeit zu lassen!
lernst, Dich fließend und mit möglichst wenig Kraftaufwand zu bewegen und dadurch verstehst, dass bei einer paarweisen Bewegung Kraft eine stark untergeordnete Rolle spielt!
lernst, wie Du Deinen Körper bewusster steuern kannst und dadurch Deine Bewegungen besser ausführen kannst!
meine Erklärungen verstehst und diese möglichst einfach sind, damit das was ich möchte auch umgesetzt werden kann.
als mein Schüler nicht irgendein Statist bist, der am Rand steht und das ausführt was ich als Lehrer sage, sondern dass Du aktiv am Unterricht teilnimmst. Ich will, dass Du Fragen stellst, wenn Du etwas nicht verstehst. Ich möchte auch, dass Du - sollte eine Bewegung nicht klappen - mich auch das 100. Mal noch zu Dir rufst und sagst „irgendwie passt das noch nicht, schau doch nochmal drüber“.
ein Interesse für Deinen Körper und Deine Bewegungen entwickelst.
Dich in meinem Unterricht wohl und willkommen fühlst.

Außerdem solltest Du wissen

Ich bin nicht jemand, der sich in die Mitte einer Tanz- oder Sportfläche stellt, um Dir eine Show zu bieten oder Dich zu unterhalten. Ich bin jemand, der sich dort hinstellt, weil er Leuten etwas beibringen will, denn ich möchte, dass Du vorankommst. Für mich ist das Entscheidenste, dass Du etwas lernst. Dafür nehme ich kein Blatt vor den Mund und konfrontiere Dich mit allem, was nicht funktioniert und wo ich der Meinung bin, dass es für Dich hilfreich ist.  

Hierzu gehört vor allem auch der mentale Bereich. In Zeiten, in denen mehrfach bewiesen wurde wie Placebos funktionieren und Gedanken einen erheblichen Einfluss auf das haben, was wir tun, ist es aus meiner Sicht unabdingbar, sich intensiv mit der mentalen Verfassung eines JEDEN Schülers auseinander zu setzen. Denn, wenn ich als Lehrer möchte, dass mein Schüler vorankommt, ist es wichtig, dass ich weiß, dass es diesem gut geht und dass er sich wohl fühlt. Wenn das nicht der Fall ist, ist es mir wichtig herauszufinden: was kann ich in meiner Position als Lehrer tun oder beitragen, damit der Wohlfühlzustand wieder erreicht wird?

Ich habe mich für einen Weg entschieden, der Zeit in Anspruch nimmt. Das heißt, alles was man bei mir lernt, sind Dinge, die länger dauern, sich aber hinterher 1000 Mal mehr auszahlen, weil man sie nicht übersprungen hat. Ich weiß, dass das manchmal sehr frustrierend sein kann, wenn man aber dann sieht, was man dadurch erreicht hat, wird man sehr froh darüber sein, dass man diesen Weg gewählt hat.

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